Subtiler Aktivismus – Handlungsmut

Lisa Kutsch (30),
Lernraumgestalterin

   Würdest du dich als Aktivistin bezeichnen?

Wenn Aktivismus etwas damit zu tun hat, durch Sprache Menschen bewusst aus dem Konzept zu bringen, dann auf jeden Fall.

   Was meinst du mit „Leute bewusst aus dem Konzept bringen“?

Es geht darum, Muster zu brechen.
Wenn ich im Café sitze und bekomme eine Unterhaltung am Nachbartisch mit, in der jemand auffällig Ansichten äußert, die ich gar nicht teile, dann kann es schon mal sein, dass ich mit meinem Gegenüber eine ebenso auffällige Unterhaltung beginne, in der ich genau die Gegenposition ausdrücke.
Das sorgt dann für Verblüffung am Nachbartisch.

   Aktivismus ist für dich also nicht unbedingt die Teilnahme an Demos, sondern hat was mit Alltagsverhalten zu tun?

Vor allen Dingen will ich mit anderen Menschen in Interaktion treten, egal, ob ich ihnen ein Plakat unter die Nase halte, einen Zettel an die Tür klebe, aufstehe und demonstriere oder einfach eine Unterhaltung beginne. Auf irgendeine Weise trete ich jedenfalls in ihren Raum ein, indem ich aktiv werde. Und dieses Aktiv-Werden, das bezeichne ich persönlich als Aktivismus.

   In welchem Feld bist du denn aktiv?

Ich würde mich am ehesten als Lernraumgestalterin bezeichnen. Denn durch alle meine Aktionen gebe ich Menschen die Chance, zu lernen und zu wachsen, ich liefere ihnen einen Input und Inspiration, was man vielleicht tun könnte, um eine neue Erfahrung zu machen. Und diese Erfahrungsräume können eben ganz unterschiedlich zustande kommen: Durch einen Satz, den jemand sagt, durch einen Flyer oder einen Link.
Oder durch ganz konkrete Aktionen wie z. B. die Wurmkisten, die ich aktuell vertreibe. Da sitzen die Leute in der Küche auf der Kiste, und ich komme mit meinem Biomüll an und sage: „Stehe mal bitte kurz auf, ich muss da ran.“ Dann weiß ich genau, jetzt kann ich zwei Stunden über Wurmkisten als Ersatz für Biomülltonnen diskutieren.
Ich konfrontiere Menschen mit irgendetwas und ermögliche ihnen dadurch, Erfahrungen zu machen.

   Du bietest aber auch nicht beliebige Lernräume an, du gestaltest sie ja. Sind die mit Werten verknüpft?

Ja, Teamarbeit und Kooperation sind für mich solche Werte. Auch Natur und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen: sich bewusst werden, welche Rolle man als Mensch einnimmt. Wir sind Teil der Natur und sollten respektvoll mit ihr und miteinander umgehen. Der Umgang sollte von Vertrauen und einer guten Fehlerkultur geprägt sein. Da sind wir wieder bei den Lernräumen! Fehlerkultur ist nicht einfach da, man muss sie erlernen können. Und dazu muss man Zugang zu den eigenen Ressourcen bekommen und gestaltungsfähig werden.
Ein solcher Lernraum ist z. B. die Critical Mass Bewegung: Du kannst dich freitags abends auf’s Fahrrad setzen und erleben, wie schön es ist, durch die freien Straßen einer Großstadt fahren! Und andererseits auch den Autofahrern, Geschäftsinhabern und Passanten zeigen, wie superschön, friedlich und entspannt Fahrradfahren sein kann, so dass sie vielleicht Lust bekommen, beim nächsten Mal mitzufahren.

   Steckt da eine bestimmte Philosophie dahinter oder wie bist zu diesen Werten gekommen?

Hm – vielleicht „König der Löwen“? Das mit dem Kreislauf des Lebens hat mir als Kind schon am meisten Sinn gemacht…
Nein, ernsthaft: Ich könnte gar keine Schule oder Strömung nennen. Auch Bücher, Sendungen oder Vorträge sind für mich kein meinungsbildender Zugang. Die Werte sind mein eigener innerer Kompass, der mich leitet, und manche haben sich auch im Laufe der Zeit aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen herauskristallisiert. Ich probiere vieles aus. Manches ist wohl auch aus Leidensdruck entstanden, wenn mir etwas schmerzlich gefehlt hat – zum Beispiel eben der Zusammenhalt, das Vertrauen und das Miteinander und auch der klare Bezug zur Natur.

   Ich bin auf Spurensuche, was genau Menschen dazu treibt, sich auf einmal anders zu verhalten als ihr Umfeld. Und das tun Aktive ja.

Ich glaube, es ist entweder richtig große Leidenschaft oder eben Leidensdruck.
Menschen, die eher sensibel reagieren, können durch irgendeine Situation so unter Druck stehen, dass sie „herausgelockt“ werden, dass sie aktiv werden, um die Situation zu verändern oder überhaupt damit klarkommen zu können. Voraussetzung dafür ist das Gespür dafür, dass da möglicherweise irgendwas nicht stimmt – und vor allen Dingen Zugang zu diesem Gespür. Das darf man sich nicht mit irgendeinem Kompensationsverhalten verbarrikadiert haben. Dafür musst du natürlich auch die Ressourcen haben, aus dem Hamsterrad auszusteigen, dich daneben zu stellen und mal zu schauen, was da eigentlich gerade passiert.

   Du beschreibst die Gesellschaft als Hamsterrad – aber was wäre der Gegenentwurf?

Tja, vielleicht eine Gemeinschaft selbstbestimmter Hamster? Ich habe keinen Gegenentwurf. Zumindest hier in Deutschland beschert uns das System ja gerade sehr viel Wohlstand und Gesundheit und Ressourcen. Ich würde mich nicht damit wohlfühlen, das Hamsterrad zu zerstören und was anderes draus zu bauen.
Es geht eher darum, als Hamster in der Lage zu sein, das Rad auch mal zu verlassen, um zu verschnaufen. Und dann nicht gleich reinzuspringen, wenn du wieder genug Puste hast, sondern die Ruhe zuzulassen. Wir brauchen Zeit, die Dinge zu verarbeiten. Entwicklung braucht viel Zeit.

   Hast du Beispiele dafür, wie solche Ideen, Lernräume oder -Zeiten aussehen könnten?

Klar, da gibt es jede Menge Beispiele: Mein Verkauf von Wurmkisten, die „Critical Mass“ Demos, auf denen das Fahrrad als ernstzunehmendes Verkehrsmittel in den Blickpunkt gerät, die Organisation autofreier Sonntage in Innenstädten. In all diesen Fällen geht es um die Gestaltung eines Lernraums. Im letzten Fall sogar darum, einen physischen Lernraum, nämlich den Parkraum, der sonst von Autos zugestellt ist, freizuschaffen und dadurch ein Vakuum und einen Sog zu kreieren, der Menschen dazu bringt, die Straße als öffentlichen Raum wieder zurück zu gewinnen, Nachbarn zu begegnen und ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben.
In der Erlebnispädagogik arbeite ich mit Jugendlichen und Jungen Erwachsenen und ermögliche ihnen die Erfahrung echter Teamarbeit. Da gibt es Vierzehnjährige, die noch nie in einem Team gemeinsam etwas erreicht haben!
Oder die „Gemüseackerdemie“, in der ein Acker oder ein Hochbeet neben oder auf dem Schulhof zum physischen Lernort wird. Hier kann man mit eigenen Händen selbst erfahren, was ein Nährstoffkreislauf ist, wo das Gemüse herkommt und wie das schmeckt, was man angebaut hat.
Oder das Naturerlebnis: Mit Menschen, die alleine nicht den Mut oder die Kreativität dazu aufbringen, gehe ich wandern, mache ein Feuer, übernachte mit ihnen draußen unter dem Sternenhimmel.
Ach, manchmal fallen mir schon gar nicht mehr alle Beispiele ein. Aber im Kern geht es darum, hoch individualisierte Menschen in Kontakt miteinander und mit dem Rest der Welt zu bringen. Ich konzentriere mich dabei hauptsächlich auf Lernräume im Bereich Teamwork, Naturerfahrung und Mobilität.

   Wie gehst du mit Anders Denkenden um?

Zunächst mal ist es spannend zu erfahren, ob man denn tatsächlich mit Anders Denkenden zu tun hat. Ich glaube eher, dass wir Aktivisten oft in Blasen unterwegs sind. Auf der Critical Mass fahren nur kritische Fahrradfahrer mit, die ähnlich ticken. Klar gibt es auch Punkte, wo man in Kontakt mit der Außenwelt tritt, aber hauptsächlich als Gruppe und dann auch ziemlich konfrontativ. Davor schrecke ich eher zurück. Wenn ich merke, es handelt sich nicht mehr um eine rationale, sondern um eine emotionale Wertediskussion, stecke ich gar nicht erst Energie hinein.
Wenn es aber darum geht, Menschen zu erreichen, die nicht Teil der Blase sind, helfen mir Leichtigkeit, Authentizität und Ironie. Diese witzige Schiene ist mein Zugang zu den Menschen.
Wenn ich z. B. mit meiner Wurmkiste auf einer Messe stehe und sehe, dass jemandem vor Ekel die Augen aus dem Kopf fallen, weil er keine Würmer in der Küche haben will, weiß ich gleich: Den muss ich mir schnappen. Ich rufe ihn herbei und erkläre ihm, dass die Würmer nicht beißen. Auch nicht rülpsen oder schmatzen. Und er darf gerne die Nase in die Kiste stecken und wird feststellen, dass sie auch nicht stinken.
Also auf lustige Weise die Menschen provozieren und sie dann einladen, eine Erfahrung zu machen, die für sie noch stemmbar ist. Ich werfe niemanden ins kalte Wasser, sondern ich ermögliche Erlebnisse, die nicht gleich wieder mit irgendwelchen Konsequenzen verbunden sind.

   Du gestaltest also einen Lernraum, wenn du aber „radikal Anders Denkenden“ begegnest, die sich ihrer Werte bewusst sind, konfrontierst du sie nicht?

Ich glaube kaum, dass emotional aufgeladene, sich aggressiv verhaltende Menschen ihre Werte reflektiert haben und sie bewusst leben, und deshalb konfrontiere ich sie auch nicht. Es macht keinen Sinn, gegen Abwehrreaktionen in der Art von „Ich hasse alle Fahrradfahrer“ zu kämpfen.
Es ist aber auch die Frage, wie viele Menschen tatsächlich so sind. Wenn man dem Internet glaubt, könnte man meinen, dass alle Menschen sich so verhalten, deshalb schaue ich auch keine Nachrichten mehr und keine Kommentare.
Wenn aber im realen Leben jemand bewusst sagt: Ich bin SUV-Fahrer und ich habe diesen Wert erkannt und finde ihn wichtig, dann ist meine Taktik oft das Provokative. Leuten, die einen Standpunkt eingenommen haben, kann man auch sehr wohl was zumuten. Da geht es nicht um so ein vorsichtiges Herantasten wie bei der Wurmkiste, sondern ich kann auf humorvolle Weise mit einem Gegenstandpunkt kontern. Entweder steigt der andere dann darauf ein oder eben nicht.

   Da geht’s mir ähnlich: Ich möchte auch nicht ständig Negativ-Nachrichten lesen. Dennoch ist die Frage: Wie viele Menschen verhalten sich tatsächlich hasserfüllt? Der Populismus ist ja derzeit ziemlich auf dem Vormarsch.

Daran ist das Format der parlamentarischen Demokratie sicher nicht ganz unbeteiligt, denn es lädt dazu ein, mit dem Kreuz auf dem Wahlzettel auch die Verantwortung abzugeben. Destruktiv zu sein ist ziemlich einfach.
Das haben wir ja schon in der Schule gelernt: Es gibt Schwarz und weiß, richtig und falsch, alles hat Konsequenzen. Für das eine wirst du gelobt, für das andere bestraft. Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Leute irgendwann, wenn sie erwachsen sind, auch genau danach leben. Und als Entscheidungskategorien haben sie nur noch „bringt mir Vorteile“ oder „bringt mir keine Vorteile“. Das ist halt der einfachste Weg. Zu sagen „mich ärgern Dinge und ich hätte es gerne anders“ ist wirklich sehr leicht. Das kann jeder machen.

   Was ist also deine Strategie im Umgang mit Menschen, die ihr Verhalten nicht ändern wollen?

Für mich ist immer die Frage, wo ich meine Energie investieren soll. Wann soll ich mit, und wann gegen den Strom schwimmen? Ich würde daran zugrunde gehen, wenn es meine Vision wäre, Menschen zu überzeugen, die sich nicht überzeugen lassen wollen. Es geht mir um die, die sich verändern wollen – entweder aus Leidenschaft oder aus Leidensdruck.
Ich mag nicht selber Druck aufbauen, sonst konfrontiere ich mich nicht mit dem Menschen, sondern nur mit seinen Abwehrreaktionen und das ist Energieverschwendung. Da kann ich nur immer wieder meinen eigenen Standpunkt darstellen, um ihren zu relativieren und in ein Verhältnis zu setzen.
Mir ist auch gar nicht so klar, wie groß die Menge Destruktiver wirklich ist. Wir haben darüber gesprochen, wie leicht es ist, die eigene politische Verantwortung abzugeben und sich dann destruktiv zu verhalten. Dazu kommt natürlich auch noch die Anonymität: Klar ist es einfach, von zu Hause irgendwelche Hasstiraden auf sozialen Netzwerken zu posten, denn das ist ein konsequenzfreier Raum. Das würde man sich im normalen sozialen Raum mit seinen Konventionen gar nicht trauen – weil es eben sofort Konsequenzen hat! Weil du gesehen wirst, weil Leute einen Eindruck von dir bekommen, weil du dich rechtfertigen musst.

   Trotzdem bewirkt dieser in der Anonymität geborene Hass einen erheblichen Druck auf die Politik. Das Kreuzchen bei der Wahl machst du nämlich auch anonym.

Genau. Und es fällt mir schwer, über „diese Menschen“ zu sprechen, weil ich in meinem Umfeld noch keinem begegnet bin. Ich persönlich habe tatsächlich noch nie die Erfahrung gemacht, dass jemand so aggressiv und unreflektiert war, dass niemand mit ihm reden kann. Auch ich habe schon Leute getroffen, die irgendwelche Nazi-Bilder auf ihren Handys haben, trotzdem gelingt es mir, mit ihnen einen sozialen Kontakt aufzubauen und zu diskutieren. Diese unreflektiert-aggressive Masse von Menschen, die nicht mehr zu bändigen ist, habe ich in meine Umfeld einfach noch nicht getroffen. Dort kommen eher die Menschen hin, die mindestens neugierig sind.

   Dein potenzieller Angriffspunkt ist also, dass Menschen sich nicht in allen Umfeldern gleich verhalten.

Ja, absolut! Du kannst ja nicht rund um die Uhr so hasserfüllt rumlaufen, dass du das körperlich spürst. Das ist ja auch anstrengend – da würdest du nach kurzer Zeit ein Burnout kriegen. Irgendwann musst du ja auch mal wieder in einen sozialen Raum eintreten. Und dann bist du sichtbar und ich kann dich ansprechen.

   Was waren für dich echte Erfolgserlebnisse in deinem Aktivismus?

Mit Anfang zwanzig habe ich als junge Deutsche in einem technischen Unternehmen in Holland ein Praktikum gemacht. Das war wirklich sehr kaltes Wasser, aber mit der Zeit ist es mir tatsächlich gelungen, diese äußerst skeptischen Menschen vom Sinn meiner Arbeit zu überzeugen. Dabei ging es auch noch um Digitalisierung – also eigentlich das Wegrationalisieren einer wichtigen Aufgabe ihrer Tätigkeit. Am Ende saß ich dort und sie schlugen mir mit einem Grinsen im Gesicht auf die Schulter und sagten ganz offen, dass sie „so etwas“ nie von mir erwartet hätten.
Diese Augenblicke, in denen Menschen sich einen Ruck geben, aus sich herausgehen, sich ehrlich und authentisch verhalten und sich auch auf Fehler einlassen – das sind auf jeden Fall meine persönlichen Erfolgsmomente.
Und mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die auch durch meine eigene Art entstehen, durch meine eigene Authentizität, meine eigene Fehlertoleranz, meine eigene Leichtigkeit, die sich dann im Verhalten der anderen spiegelt.

   Hast du auch schon mal das Gegenteil erfahren?

Das passiert, wenn die Zeit zu knapp ist. Wenn ich mit Ironie arbeite, trete ich jemandem bewusst auf den Schlips – und unbewusst vielleicht ein bisschen zu fest. Wenn ich dann keine Chance mehr habe, mit ihm zu sprechen, kann ich die Sache nicht mehr gerade rücken. Das passiert oft mit Gruppen. Wenn ich mit 30 Schülern an einem Tag arbeite und irgendwann merke, dass ich mich in einer Situation vielleicht im Ton vergriffen habe, dann kriege ich das nicht mehr gedreht, weil ich keine Chance mehr habe, mit dem Betroffenen unter vier Augen zu sprechen. Dann funktioniert unsere Beziehungsebene nicht mehr, und er findet mich vielleicht einfach blöd.
Trotzdem ist dann ja nicht viel kaputt gegangen und meistens passiert auch eher das Gegenteil: Letztens habe ich mit einer angeblich berüchtigten achten Klasse in einer Hauptschule gearbeitet. Danach sind viele Schüler zu mir gekommen und haben sich mit Handschlag und Augenkontakt von mir verabschiedet. Das ist das größte Zeichen von Respekt, das du von Vierzehnjährigen kriegen kannst!
Das zeigt mir einfach, dass mein provokativer Ansatz, nämlich Menschen aus der Fassung bringen, ihnen aber trotzdem auf Augenhöhe zu begegnen, öfter Erfolg verspricht als Misserfolg.
Es geht darum, schnell herauszufinden, was die Lebenswelt deines Gegenübers ist, daran anzuknüpfen und anschlussfähig Einladungen auszusprechen, die Welt ein Stückchen zu verschieben. Das ist es eigentlich.

Das heißt, deine Form von Aktivismus zielt darauf ab, mit bestimmten Werten und in einer bestimmten Haltung gezielt auf die Suche zu gehen, wo bei Menschen Bewusstseinsräume verengt sind, um dann gezielt Erfahrungen zu ermöglichen, diese Bewusstseinsräume auszuweiten?

Genau.

   Gefühlt gibt es gerade ziemlich viel Aktivismus in alle möglichen Richtungen. Was hältst du momentan für das wichtigste Thema?

Ich glaube, Handlungsmut und Kreativität, also das Gestalterische im Menschen zu wecken, sind wirklich sehr wichtig, denn da hängt sehr vieles dran. Wenn Menschen das Gefühl haben, wirksam zu sein, werden sie auch nicht zu passiv-aggressiven Nörglern, die ihre Verantwortung abgeben und dann mit Fingern auf andere zeigen.
Natürlich geht es auch um Vertrauen zueinander und Gemeinschaft (bzw. Gemeinschaftsdenken), aber das kommt glaube ich erst an zweiter Stelle. Zuerst einmal brauche ich meinen persönlichen Handlungsmut. Wenn ich den einsetze, um die Welt zu gestalten, dann macht es natürlich Sinn, sie nicht nur für mich zu gestalten, sondern auch für die anderen, sonst gerate ich schnell in die Ego-Falle.
Für mich als Lernraumgestalterin sind auf jeden Fall Handlungsmut und Kreativität die Fokuspunkte.

Komm ans Feuer!

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